Prinzipien der kieferorthopaedischen Behandlung
Richtiges Kauen, Schlucken, Sprechen und Atmen sind wichtige Lebensfunktionen.
Störungen dieser Funktionen schädigen die beteiligten Gewebe und die
Gesundheit. Kieferorthopaedische Maßnahmen können oft die Ursachen
von Funktionsstörungen beseitigen.
Viele erwachsene Patienten kommen
lediglich aus ästhetischen Gründen zum Kieferorthopaeden ohne die funktionellen
Zusammenhänge zu erkennen. Das Behandlungsziel sollte aber eine funktionelle
Ästhetik sein, welches die beste Gewähr für ein stabiles
Behandlungsergebnis darstellt.
Eine wichtige Voraussetzung für eine
erfolgreiche kieferorthopaedische Erwachsenenbehandlung stellt ein patientengerechtes
Gesamtkonzept dar. Die Entscheidung, ob eine kieferorthopaedische Behandlung
durchgeführt wird, sollte vor einer prothetischen Versorgung und vor der
Extraktion von Zähnen (auch Weisheitszähnen) stattfinden. Dies vergrößert
die therapeutischen Möglichkeiten wie Keimtransplantat, kieferorthopaedischen
Lückenschluss und präprothetische Kieferorthopaedie und verhindert unnötige
zusätzliche Zahnextraktionen.
Behandlungsmöglickeiten mit Weisheitszähnen
( siehe Fallbeispiele):
-Einstellung der Weisheitszähne nach kieferorthopaedischem Lückenschluss
bei Nichtanlagen
oder nach Extraktion von Zähnen
-Transplantation
eines Weisheitszahnkeimes in eine Extraktionslücke
-Aufrichten und Einstellen
eines retinierten (Zahn bricht von alleine nicht durch) und verlagerten Weisheitszahnes
als präprothetische kieferorthopaedische Maßnahme
-Kieferorthopaedische
Einstellung von verlagerten Weisheitszähnen
-Aufrichten eines Weisheitszahnes
nach seiner operativen Freilegung